Fairplay, Hundetraining- und Betreuung mit Flair

Flexible Kursgestaltung, Private Trainings und Verhaltensherapie 

 
 

 

About Fairplay

Bei Fairplay steht das Hund-Halter-Team im Vordergrund. Individuelle Anliegen haben ihren festen Platz in den Trainingslektionen. Wir sind stets darum bemüht, in einer entspannten und angenehmen Atmosphäre zu trainieren.

Das Training beruht auf den modernen Lerntheorien und basiert auf positiver Verstärkung. Die Mensch-Hund-Beziehung ist sehr vielschichtig und beruht nicht nur auf der Erziehung. Die Erziehung im eigentlichen Sinne, wie Sitz und Platz, ist die Spitze des Eisbergs. Die soziale Struktur und das hundliche Verständnis der Menschen für ihre Vierbeiner, bildet die Basis für ein gutes und schönes Zusammenleben.

"Mache nicht den Fehler und behandle Hunde wie Menschen, oder sie werden dich wie Hunde behandeln"
Zitat von Martha Scott

Aus diesem Grund spielt das „Soziale Management“ bei Fairplay eine wichtige Rolle in der Hundeerziehung. Ein gut erzogener Hund macht Freude, doch der Weg dahin ist nicht immer einfach… wie heisst es so schön „der Weg ist das Ziel“, also, warum soll der Weg nicht auch Spass bereiten.

 

Mensch- Hund- Philosophie

Kommunikation ist ein Austausch von Informationen und die Grundlage für ein soziales Zusammenleben.

Unbewusst kommuniziert der Mensch über 80% nonverbal mit seinem Gegenüber. Lediglich 20% werden verbal kommuniziert. Kommunikation ist sehr vielschichtig und kontextbezogen.

In der Mensch- Hund Beziehung führt gerade diese Komplexität oft zu Missverständnissen. In Folge dessen, sehe ich die Grundlage für ein erfolgreiches und angenehmes Zusammenleben in einer für den Hund klar definierten Kommunikation. Dies setzt voraus, dass sich der Mensch auf die Verhaltensbiologie des Hundes einlässt und die eigenen Signale bewusst einsetzt.

Die Familie der Caniden (Hundeartige) umfasst 38 Spezies. Darunter befinden sich verschiedene Füchse, Wölfe, Schakale, Kojoten und auch unser Haushund.
Unsere Haushunde weisen eine Vielfalt von Erscheinungsbild und Verhalten auf. Ein "Normalverhalten" für den Hund gibt es nicht, da unsere Hunde zu unterschiedlich sind.
Früher ging man davon aus, dass unsere Haushunde von verschiedenen wildlebenden Caniden abstammen. Heute weiß man aufgrund wissenschaftlicher Studien (Mitochondriale DNA), dass der Hund vom Grauwolf abstammt.

Der Wolf ist ein Rudeltier. Vereinzelt gibt es auch Einzelgänger,  doch im Allgemeinen ist der Wolf auf sein soziales Umfeld angewiesen. Jagen, Welpenaufzucht, Revierverhalten … alles wird gemeinsam gemacht. Ein Rudel ist genau strukturiert. Früher hat man angenommen, dass es immer ein Alphatier (Rudelführer) gibt, das auch für alles die Verantwortung trägt. Heute weiß man, dass das Ganze eine Art Pyramiden- System darstellt. Jedes Tier hat seine Stärken und Schwächen, die es tagtäglich unter Beweis zu stellen hat. Ist es für eine „Aufgabe“ besonders gut geeignet, übernimmt es dafür die Verantwortung und entlastet so das Alphatier. Es sind immer ein Wolfsrüde und eine Wölfin an der Spitze.

Es liegt in der Natur der Wölfe zu testen wie stark sie sind, wie sie sich durchsetzen können und wie sie an die Spitze gelangen können. Dies zeigt sich auf verschiedene Art und Weise, kann aber auch zu Rangordnungskämpfen führen.
Für das Weiterexistieren eines Rudels ist es wichtig, dass nur die Stärksten und Besten an die Spitze gelangen -  Dennoch ist ein Rudel ein Familienverband, der auf die Wärme, Geborgenheit und das Vertrauen angewiesen ist.

Unsere Hunde haben mit den Wölfen viel gemeinsam. Und doch, sind es Hunde.
Für einen Hund ist der Mensch oder die Familie, die ihn zu sich nimmt sein Rudel, in dem er sich er sich einfügen muss. Ich bevorzuge jedoch mehr den Ausdruck "Sozialverband" da unter einem Rudel eigentlich eine Fortpflanzungsgemeinschaft verstanden wird.

Die Haushunde wurden vom Menschen domestiziert, sie stammen vom Wolf ab und zeigen auch heute noch Verhaltensweisen ihres Vorfahren - dennoch sind es heute Hunde und keine Wölfe mehr. Hunde sind aber auch keine Menschen - Wir können nicht erwarten, dass Hunde die menschliche Art zu leben und zu kommunizieren einfach verstehen. Es ist wohl eher umgekehrt, wir müssen lernen den Hund zu verstehen!
Das wichtigste beim Zusammenleben mit einem Hund ist, dass er seinen Platz in der „Rangordnung“* kennt! Erst dadurch kann sich der Hund richtig wohlfühlen – er hat keine Verantwortung zu tragen – Ihre ist dafür umso höher!
Um ein guter Leader zu sein ist es eine Grundvoraussetzung die Kommunikation und das Ausdrucksverhalten der Hunde zu lernen und zu verstehen.
Nur wer seinen Hund verstehen kann, ist in der Lage in artgerecht zu erziehen und mit ihm zusammen zu leben.

Einen Hund zu erziehen ist in verschiedene Parts gegliedert:

  • den Hund verstehen
  • dem Hund die richtigen Signale geben
  • die eigene Einstellung ( Entschlossenheit)
  • Konsequenz
  • Hundepsychologie, bzw. Verständnis für sein Verhalten und die richtige Reaktion im richtigen Moment

Das sind die Schwerpunkte bei Fairplay.
In erster Linie lernen Sie und übertragen Ihr Wissen auf den Hund.


Seit einigen Jahren wird vermehrt propagiert, dass der Mensch der Rudelführer sein muss. Ich teile diese Ansicht sehr begrenzt:

Der Mensch ist auf jeden Fall ein Sozialpartner für den Hund, doch er ist kein Artgenosse. Hunde sind sehr wohl in der Lage, Individuen der eigenen oder einer anderen Art zu identifizieren. Ein Hund der mit Katzen zusammenlebt, mag diese akzeptieren, vielleicht sogar einen Weg finden, mit der Katze zu kommunizieren… aber er geht nicht davon aus, dass die Katze ein Hund ist.

Wie sollte ein Mensch ein Alphatier imitieren? Denken wir nur einmal an den für Caniden sehr wichtigen Aspekt der Dutfmarken… oder gar der Fortpflanzung…Die so hochgepriesene Rangordnung enthält so viel dezente Kommunikation (Körpersprache, Markieren, Auseinandersetzungen, Spiel, Pheromone etc.) die der Mensch nicht imitieren kann.  Da der Hund jedoch aufgrund seiner Vorgeschichte (Evolution und Domestikation) auf ein soziales Zusammenleben eingestellt ist, erleichtert es den Umgang mit ihm. Ich gehe einig mit der Ansicht, dass der Hund wissen muss, wo sein Platz im sozialen Verband ist – teile aber nicht die Meinung, dass der Hund uns Menschen als Artgenossen sieht. Somit ist die Rolle als Rudelführer eher im übertragenen Sinne zu verstehen.